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| “ B L I T Z L I C H T R E V U E ” April 2009 |
News inserita il: 01/12/2008 |
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Eigentlich gaebe es den Schioppettino schon gar nicht mehr,haetten nicht ein paar ambitionierte Winzer in den 70ern ihr Herz in die Hand genommen und entgegen allen Trends die alte Rebe rekultiviert. Dem seit Jahrhunderten bekannten Gewaechs hatte die Reblaus fast den Garaus gemacht,und keiner schien dem-damals mit Restsuesse ausgebauten-Roten,der nur im Ciallatal suedlich von Cividale vorkam,noch eine Chance geben zu wollen. Der Orden fuer die Rettung gebuehrt den Rapuzzis vom Weingut Rochi di Cialla,die den Wein nicht wieder belebt,sondern auch noch gleich neu erfunden haben,denn heute steht Schioppettino fuer einen eleganten,lagerfaehigen,nach Pfeffer,Waldbeeren und Sauerkirschen duftenden Roten,dem Weinkenner das Etikett “feminin” verpasst haben. (…)
Ein ganzes Tal fuer einen Wein Die Rapuzzis von Ronchi di Cialla bleiben mit ihren Bemuehungen nicht lange allein:Heute gibt es im herb-schoenem Tal(…) um den Hauptort Prepotto keinen Winzer,der ihn nicht zum Programm erhoben haette,den edlen Roten,der auf dem Weg zu kuenftiger Noblesse bei der Gaerung in den Faessern lautstark prasselt (…) Vigna Petrussa,La Viarte,Le Due Terre,Iole Grillo,Ronco do Prepotto;Antico Brolio und Petrussa gehoeren unter den ca. 30 Produzenten zu den bekanntesten Namen.
Der Wirt zum Wein Natuerlich gibt es eine Vereinigung dieser Winzer,natuerlich einen Praesidenten dazu-der eigentliche Schioppettino-Guru aber heisst Marco und betreibt neben seinen Enoteca auch eine Trattoria namens “Da Mario“,die mehr oder weniger das Herz von Prepotto darstellt. (www.enotecaschioppettino.it). Nicht elegant,aber gemuetlich, nicht chic, aber urig. Da kehrt man wegen der netten Wirtsleute ein und wegen der einmaligen Kombination von Schweinernem und einer nicht zu bewaelitigenden Auswahl an Schioppettino (die man uebrigens am besten aut Marcos Schioppettinomesse vom 27.5-7.6.verkostet!). Auf einer koestlichen “Via maiale”- Schwein von der Vorspeise bis zum Hauptgang-laesst man sich am besten vom Weinspezialitaeten in aufsteigender Klasse begleiten. Der edle Tropfe schmeckt natuerlich auch zu Hause-und zwar nicht nur zu kraeftigen Fleischgerichten,denn der rare Friulaner zeigt auch gern ganz solo seine grosse Klasse…
Text:Evelyn Rupperti Quelle: “BLITZLICHT REVUE” April 2009
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